Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz gehört leider nach wie vor zum (grauen) Alltag vieler Beschäftigter. Der Berater Louis Lewitan hat in der Wochenzeitung „Die ZEIT“ einen alarmierenden Artikel zum Thema geschrieben. Der einprägsame Titel „Emotionale Analphabeten“ deutet bereits an, dass es um emotionale Unterentwicklung geht. Leidenschaftlich plädiert er dafür, die emotionalen Kompetenzen von Beschäftigten zu entwickeln.

Mobbing am Arbeitsplatz: Häufig sind die Führungskräfte das Problem

Lewitan berichtet von einem Unternehmen, in welchem der Chef selbst verantwortlich für das Mobbing war. Die Betroffenen trauen sich häufig nicht, dagegen vorzugehen. Das liegt auch daran, dass andere Mitarbeiter das Thema verschweigen, umgehen oder sogar mitmachen. Somit lässt sich ein angespanntes Arbeitsklima häufig auf eine schlechte Führung und, dadurch bedingt, unzufriedene Mitarbeiter zurückführen. So schreibt er: „Körperlich und psychisch auszubrennen ist nicht Folge von Mimosenhaftigkeit oder mangelnder Willensstärke. Burnout und Mobbing entstehen dort, wo Führung und Kollegen kollektiv versagen.“

Mangel an Menschenkenntnis

Führungskräfte sind häufig fachkompetent und haben einen guten analytischen Verstand. Allzu häufig bleiben bei diesen Spezialisten jedoch die emotionalen Qualitäten auf der Strecke. Eine naturwissenschaftliche, betriebswirtschaftliche oder Ingenieurs-Ausbildung vernachlässigt meist die psychosoziale Seite. Solches Grundwissen ist jedoch nützlich, um Menschen und auch sich selbst zu entwickeln. Derart Ausgebildete verstehen Menschen in ihrer Individualität besser. Damit können sie auch besser auf sie eingehen – eine unabdingbare Fähigkeit einer entwickelten Persönlichkeit. „Selbstreflexion ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“, schreibt Lewitan.

Digitalisierung vernachlässigt persönliche Entwicklung

Während die Industrie mit der Entwicklung von künstlicher Intelligenz enorme Lernfortschritte verzeichnen kann, „kochen in der Smart Factory die Emotionen hoch wie zur Steinzeit“, klagt Lewitan an. Damit deutet er an, dass der rasanten Entwicklung im technischen Sektor keine auch nur annähernd vergleichbare Persönlichkeitsentwicklung gegenüber steht. Dieses systematische Problem trägt zum grassierenden Mobbing am Arbeitsplatz bei. Betroffene können etwas dagegen tun, indem sie ihre Widerstandsfähigkeit stärken – beispielsweise mit einem ilea-Resilienztraining.

Uns geht es bei ilea darum, Beschäftigte auch emotional zu stärken, und die Team- und Unternehmenskultur in Richtung effektiver Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Denn wie meint Lewitan: „Zwischenmenschliche Konflikte können […] nicht mit Algorithmen gelöst werden.

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